Bei einer Verabschiedung am Totenbett wird das Leben der verstorbenen Person in den Blick genommen und gewürdigt. Dank, Bitte und die Segnung der Verstorbenen bzw. des Verstorbenen sind möglich Elemente.
Sie können eine solche Verabschiedung selbst durchführen oder dafür eine außenstehende Person anfragen, zum Beispiel eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger, eine Person, die haupt- oder ehrenamtlich in der Hospizbegleitung oder Begräbnisleitung tätig ist oder eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter, der Ihren Angehörigen in einer Einrichtung oder im Krankenhaus betreut hat.
Wenn Sie selbst eine Verabschiedung gestalten möchten, können Sie zum Beispiel aus dem „Gotteslob“ ein geeignetes Gebet auswählen. Eine Auflistung der entsprechenden Stellen im „Gotteslob“ finden Sie unter dem Punkt „Gebete am Sterbe- und Totenbett“.
Eine Kurzform für einen Segen zum Abschied finden Sie hier:
Gebet und Segen zum Abschied
Gott, wir schauen auf ..., der (die) nun verstorben ist.
Es ist noch so unbegreiflich
und wir können noch nicht fassen, was geschehen ist.
Wir bitten dich: schau auf ihn (sie) und schenke ihm (ihr) deinen Frieden.
Lass ihn (sie) geborgen sein in deinem Licht.
Sieh auch auf uns, die wir von seinem (ihrem) Tod berührt sind.
Sieh auf all das, was uns dabei bewegt.
Wir bitten dich: nimm …(Name) bei dir auf.
Du, Herr, weißt um all das Schöne und Schwere in seinem (ihrem) Leben, um alle Sorgen und Mühen, alle Hoffnung und Sehnsucht, alles Erfüllte und das, was unerfüllt geblieben ist.
Du kennst seine (ihre) ganze Lebensgeschichte und sein (ihr)Lebenswerk,
all das Gute, das er (sie) getan hat,
und die Liebe, die er (sie) gegeben hat.
Vollende, was offen und unfertig geblieben ist
und alles, was der Vergebung bedarf.
* Segne Du, guter Gott, … (Name) im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Hier können die Anwesenden in Stille ein Kreuzzeichen auf Stirn, Herz und Hände machen.
Man kann die Verabschiedung auch mit einem gemeinsam gesprochenen Vater unser abschließen.
Variante ab *:
Gemeinsam schauen wir nun (in Stille) auf den Lebensweg von…., erinnern uns und bringen vor Gott:
- gemeinsam Durchlebtes…
- wichtige Personen und Ereignisse…
- Schönes, Wertvolles und Gutes, für das wir dankbar sind…
- offen Gebliebenes, Schmerzliches und Versäumtes…
- was wir einander schuldig geblieben sind und wofür wir um Vergebung bitten…
- was unser Herz bewegt…
- was wir unbedingt in Erinnerung behalten möchten…
Wenn es passt, können Sie die Anwesenden an dieser Stelle dazu einladen, eine Erinnerung an die verstorbene Person auszusprechen.
Alles Ausgesprochene und auch das Unausgesprochene geben wir in Gottes Hand und bitten um den Segen.
* Segne Du, guter Gott, … (Name) im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Hier können die Anwesenden in Stille ein Kreuzzeichen auf Stirn, Herz und / oder Hände machen.
Man kann die Verabschiedung auch mit einem gemeinsam gesprochenen Vater unser abschließen.
(Text: Jürgen Burkhardt)