„Denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,4)
Die Begleitung in der Trauer, beim Abschied und beim Begräbnis ist eine Aufgabe, welche die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Pastoralen Raum Merzig gerne übernehmen. Dabei stehen im Mittelpunkt:
- das Mitgehen in der Situation von Verlust, Trauer und Abschied
- eine mit den Angehörigen abgestimmte Vorbereitung der Beisetzung
- eine würdevolle und von der christlichen Hoffnung geprägte Verabschiedung und Bestattung des verstorbenen Menschen
Was ist zu tun, wenn jemand eine kirchliche Beisetzung wünscht?
- Wird ein kirchliches Begräbnis gewünscht, gibt es für Sie zwei Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
- Sie setzen sich zunächst mit einem Bestattungsunternehmen in Verbindung: Der Bestatter bzw. die Bestatterin nimmt dann nach einem ersten Gespräch mit Ihnen den Kontakt mit dem Pfarramt auf, das für die Beisetzung zuständig ist. In der Regel ist der letzte Wohnsitz der verstorbenen Person dafür ausschlaggebend. Der Termin der Beisetzung wird mit dem Pfarrbüro abgestimmt.
- Oder Sie nehmen zuerst Kontakt mit dem Pfarramt auf: Sie treten mit dem Pfarrbüro in Verbindung, das für den letzten Wohnsitz der verstorbenen Person zuständig ist. Dort wird Ihr Anliegen aufgenommen, mit den zuständigen Seelsorgern besprochen und an das Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl weitergegeben.
- Einer der hauptamtlichen Seelsorgerinnen oder Seelsorger (manchmal auch eine Person, die für den ehrenamtlichen Bestattungsdienst ausgebildet ist), übernimmt die Zuständigkeit und setzt sich mit denjenigen Angehörigen in Verbindung, die Sie als Kontaktpersonen benannt haben.
- Die für die kirchliche Beisetzung zuständige Person bietet den Angehörigen ein persönliches Gespräch an, das an einem Ort ihrer Wahl oder im Pfarrbüro stattfindet (Kondolenzgespräch). Darin können die Trauer und die Situation der Angehörigen zur Sprache kommen.
- In diesem Gespräch wird auch gemeinsam besprochen, wie die Verabschiedung und die Trauerfeier gestaltet sein sollen. Hier können sowohl die Vorstellungen der Angehörigen als auch die Gegebenheiten von Seiten der Pfarrei eingebracht werden.
Welche Formen der kirchlichen Beisetzung gibt es?
- Der Ritus der Beisetzung hat in der Regel mehrere Stationen. Die erste Station findet entweder in einer Kirche, in einer Kapelle oder in der Friedhofshalle statt.
- Meistens findet ein Wortgottesdienst statt, der in der Friedhofshalle gehalten wird. Von dort aus wird der Sarg bzw. die Urne zur letzten Ruhestätte geleitet und beigesetzt.
- Die Beisetzung kann je nach Wunsch und Möglichkeit seitens der Pfarrei mit einem Sterbeamt, das heißt mit einer von einem Priester in einer Kirche geleiteten Eucharistiefeier, verbunden sein. Dieses findet dann je nach örtlicher Tradition unmittelbar vor oder nach der Beisetzung statt.
- Es kann auch sein, dass ein Sterbeamt zeitlich getrennt von der Beisetzung an einem anderen Wochentag oder in einer Eucharistiefeier am folgenden Samstag oder Sonntag begangen wird. Auf jeden Fall ist es immer möglich und nach kirchlichem Brauch gewünscht, nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch in einer Eucharistiefeier der verstorbenen Person zu gedenken und für sie zu beten. Bitte erfragen Sie die örtlichen Gegebenheiten im Pfarrbüro.
- Wenn eine Kremation stattfindet, ist es möglich, die Verstorbene bzw. den Verstorbenen im geschlossenen Sarg im Rahmen einer liturgischen Feier zu verabschieden. Dafür gibt es einen eigenen Ritus, der von einer Seelsorgerin, einem Seelsorger oder einer ehrenamtlich zum Begräbnisdienst beauftragten Person geleitet wird. LINK zur Kachel „Abschied, Rituale“
- Vielerorts ist es üblich, auch nach der Beisetzung noch weiterhin öffentlich der verstorbenen Person zu gedenken, zum Beispiel in einer Eucharistiefeier nach vier bis sechs Wochen (zweites Sterbeamt) oder rund um den Jahrestag des Todes (Jahrgedächtnis). Dabei wird dann in der Regel der Name der verstorbenen Person mit in ein Gebet aufgenommen.
Was ist das Charakteristische einer kirchlichen Begräbnisfeier?
- Im christlichen Begräbnis gedenkt die Gemeinde der verstorbenen Person, dankt für ihr Leben und Wirken, betet für sie und vertraut sie Gott an.
- In den Worten der Begräbnisliturgie kommen die unterschiedlichsten Gefühle derjenigen zum Ausdruck, die Abschied nehmen müssen: Schmerz, Trauer und Ohnmacht werden ebenso benannt wie das Bedürfnis nach Trost und Unterstützung.
- Zum anderen wird von der christlichen Hoffnung auf die Auferweckung und die ewige Geborgenheit bei Gott gesprochen. Diese kommt auch in vielen Zeichen zum Ausdruck.
- Ein dritter Aspekt ist der Trost für die Hinterbliebenen durch das gemeinsame Abschiednehmen und die Bitte um Stärkung auf dem Weg der Trauer.
Leben nach dem Tod aus christlicher Sicht
Was kann ich selbst gestalten?
- Der kirchlichen Begräbnisfeier liegt ein Ritus mit vorgegebenen, aufeinander aufbauenden Elementen zugrunde. Diese sind jedoch nicht alle inhaltlich festgelegt. Vielmehr gibt es für die konkrete Ausgestaltung Texte und Gebete, aus denen die zuständige Seelsorgerin bzw. der zuständige Seelsorger auswählen kann.
- Dies kann auch unter der Beteiligung der Angehörigen geschehen. Darüber hinaus ist es auch möglich, weitere Texte, Gebete oder Elemente mit aufzunehmen. Wenn Sie einen Text, ein Gebet, einen biblischen Text oder ein Lied haben, das Sie gerne in den Ritus mit einbringen möchten, können Sie das im Kondolenzgespräch ansprechen.
- Manche Angehörige möchten auch selbst etwas zum Leben der verstorbenen Person sagen, einen Text vorlesen oder im Rahmen der Begräbnisfeier etwas gestalten. Auch dies ist nach Absprache mit der Seelsorgerin bzw. dem Seelsorger möglich.
- Nicht selten erfolgen kreative Abschiedselemente auch schon vor der Begräbnisfeier, zum Beispiel indem selbst angefertigte Briefe oder gemalte Bilder in den Sarg mitgegeben oder der Sarg bzw. die Urne mitgestaltet werden.
- Die aufgezählten Formen sind Möglichkeiten, die immer passend, geeignet und abgesprochen sein sollen. In der Regel werden die Angehörigen nach Beteiligungswünschen gefragt, sie können aber auch alles in die Hände der Seelsorgerin bzw. des Seelsorgers legen.
- Manchmal kommt es vor, dass Personen, die gerne am Grab mit Abschied nehmen würden, an der Beisetzung nicht teilnehmen können. Hier kann es hilfreich sein, gemeinsam mit der Seelsorgerin bzw. dem Seelsorger zu überlegen, wie man diese Personen mit einbeziehen kann, zum Beispiel durch ein häusliches Ritual zum Zeitpunkt der Beisetzung mit Gebet, dem Aufstellen eines Bildes und dem Entzünden einer Kerze.
Wohin muss ich mich wenden?
- Die Kontaktdaten der Pfarrbüros im Pastoralen Raum Merzig finden sie hier!
Welche Personen sind im Beerdigungsdienst tätig?
Vorstellen der Personen mit Bild und Name
